10. Tagung Technik - Ethik - Gesundheit: Ver-messen-heit - Sensus und Sensor für Mensch und Medizintechnik & Call for Papers
Die 'Vermessung der Welt´ ist ein Projekt, das seinen prominenten Ausdruck in einem Ausspruch findet, der Galileo Galilei zugeschrieben wird: ªAlles messen, was messbar ist, und messbar machen, was es zunächst nicht ist" – bei dem sich dieser Satz jedoch so nicht findet. Wer die Welt und mit ihr die Menschen zu vermessen versucht, will begreifen und verstehen. Wer misst, schreibt Prozessen für einen diskreten Zeitpunkt Messwerte, Daten, und Informationen zu, schafft Ordnung durch Unterscheidungen. Es sind Differenzen, die Vergleiche ermöglichen und so Wertsetzungen zulassen. Technisches Messen und menschliches Werten lassen sich wohl unterscheiden, in der Praxis liegen sie zumeist nahe beieinander – gerade im modernen Gesundheitswesen. Dass die verfügbaren Sensoren (EKG, EEG, EMG, Röntgen, CT, Ultraschall, MRT, Mikroskop, Endoskop, …) nun noch einmal gesteigert durch KI in vielfacher Hinsicht präziser sind als die menschlichen Sinne, erklärt ihre fortschreitende Verbreitung und unsere menschliche Angewiesenheit auf sie. Dass die menschlichen Sinne anderes und anders wahrnehmen, fordert zu einer Klärung heraus. Die zehnte Fachtagung Technik・Ethik・Gesundheit widmet sich diesem Thema in gewohnt inter- und transdisziplinärer Weise. Forschende und Nutzende, Theoretiker wie Praktiker sind eingeladen, gemeinsam weiter zu denken und an der Gestaltung sinnenfreudiger und sensorisch vielschichtiger Mensch-Technik-Verhältnisse mitzuwirken.
(vorläufiges) Programm siehe pdf am Seitenende. Anmelde-Link ebenfalls am Seitenende.
in Kooperation mit Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS; mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
Call for Papers - bis 10. April 2026
Für einen interdisziplinären wissenschaRlichen Austausch laden wir Forschende und Studierende, die sich mit Entwicklung, Einsatz oder Bewertung von Sensorik befassen, zur Einreichung von Beiträgen ein. Wir freuen uns auf Einreichungen aus technischen und geisteswissenschaRlichen Disziplinen, wie z. B. Medizin- & Elektrotechnik, Informaik & KI, Medizin & PflegewissenschaR, Philosophie, Psychologie, Soziologie oder Ethik.
Die Beiträge können u. a. folgende Themenfelder adressieren:
• Neue Sensortechniken, Technische Aspekte, und ihre Einsatzgebiete
• KI-basierte Erweiterungen und Auswertemöglichkeiten von Sensordaten Zulassung und Nutzung neuer Sensoren
• Praxisberichte/Best-practice-Beispiele
• Ethische & Soziale Implika,onen des klinischen Einsatzes von (neuer) Sensorik
• Anthropologische Perspekiven
• Rechtliche Rahmenbedingungen & Fragen der politischen Regulation
• Chancen und Risiken des Einsatzes von Sensoren
Zum Prozedere und weitere Informationen: siehe pdf-Dokument am Seitenende.
Informationen für Aussteller
Während der TEG-Tagung besteht die Möglichkeit, technische Innovationen aus dem Gesundheitsbereich der Medizin- und Pflegetechnik zu präsentieren. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte an thomas.wittenberg@iis.frauenhofer.de mit einer kurzen Beschreibung des Produkts und der gewünschten Ausstellungsfläche.
Anmeldefrist: 13. April 2026
Call for papers
Angenommene wissenschaftliche Beiträge (max. 30.000 Zeichen) werden in Form von Posterbeiträgen oder Vorträgen während der Tagung vorgestellt (siehe Programm) und in einem Online-Konferenzband bei german medical science (egms.de) mit eigener DOI und URN unter Creative Commons Lizenz im Herbst 2026
veröffentlicht. Details siehe: https://mensch-maschine-relationen.de/vernetzen/
Einreichungsfrist der Abstracts: 10. April 2026
Tagungsgebühr: 180 Euro / Studierende: 90 Euro
Sonderkonditionen für Schüler- und Studiengruppen auf Anfrage
Für die zweitägige Tagung werden 16 Fortbildungspunkte für Praxisanleiter angerechnet.
Bild: https://deevid.ai/de/ai-image-generator?utm_source=bing&utm_
Tagungsleitung: Prof. Dr. Arne Manzeschke, Evangelische Hochschule Nürnberg, PD Dr. Thomas Wittenberg, Fraunhofer IIS Erlangen