Die neue Gesamtarchitektur von Kompetenz- und Qualifikationsprofilen in der Pflege trägt einerseits dem demografischen Wandel und dem stetig wachsenden Bedarf an Fachpersonal Rechnung. Andererseits erhalten professionell Pflegende endlich auch in Deutschland die rechtlichen Befugnisse, die international seit vielen Jahren selbstverständlich sind:
- Das Pflegeberufegesetz regelt bundeseinheitlich ein generalistisches Qualifikationsprofil und definiert gesetzliche Vorbehaltsaufgaben der Profession Pflege.
- Das Pflegefachassistenzeinführungsgesetz regelt bundeseinheitlich die berufliche Ausbildung und schärft dieses Berufsbild.
- Studierende in primärqualifizierenden Pflegestudiengängen erwerben auf Grundlage des Pflegestudiumstärkungsgesetzes die Kompetenzen und Qualifikation zur Ausübung erweite ter heilkundlicher Tätigkeiten zu definierten Aufgabenfeldern.
- Das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege soll Pflegefachpersonen die eigenständigen Ausführung heilkundlicher Tätigkeiten in definierten Aufgabenfeldern ermöglichen.
- Ein Gesetzesentwurf zur erweiterten Heilkundeausübung auf Masterniveau ist in Vorbereitung.
Beim diesjährigen Fachtag an der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) können Sie sich aus erster Hand bei verantwortlich mitgestaltenden Personen aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bayerischem Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) informieren und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Feld zu Chancen aber auch Herausforderungen diskutieren. Zudem geben Kooperationspartner Einblicke in Best-Practice-Beispiele zu Qualifikationsmix-Modellen und Praxisentwicklung. Absolventinnen und Absolventen präsentieren innovative Versorgungsansätze auf Basis akademischer Abschlussarbeiten.Last but not least erwartet Sie ein kleines künstlerisches Überraschungs-Highlight.
Wir freuen uns, Sie am 20. März 2026 an der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) begrüßen zu dürfen. Im Namen der Fachgruppe Gesundheit und Pflege: Prof. Dr. Susanne Schuster Prof. Dr. Jürgen Härlein
Programm, Ablauf und Mitwirkende: siehe bitte pdf am Seitenende.
"Bildung für nachhaltige Entwicklung in einer digitalisierten Welt“ lautet der Titel des zehnten Austausches zwischen BNE-Engagierten in der Metropolregion. Gemeinsam mit zahlreichen Organisationen, drei Städten und vier Hochschulen wurde ein Programm zusammengestellt, welches die großen Spannungsverhältnisse unserer Zeit aufgreift. Die Digitalisierung eröffnet der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) neue Chancen – stellt uns aber zugleich vor grundlegende Dilemmata. Künstliche Intelligenz kann Lernprozesse individualisieren und globale Perspektiven zugänglich machen, geht jedoch mit steigendem Energieverbrauch und abnehmendem Naturerlebnis einher. Wie können wir digitale Innovationen nutzen, ohne unsere Nachhaltigkeitsziele zu untergraben? Bildung steht vor der Herausforderung, technologische Kompetenzen, ethische Reflexion und ökologische Verantwortung zusammenzudenken. In dieser Online- Veranstaltung beleuchten wir, welche Spannungsfelder sich daraus ergeben und wie Bildung zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Die inklusive Künstlergruppe Chroma Omada gibt mit der Ausstellung „Einblick – Wie Streetart unsere Arbeit verändert hat“ einen eindrucksvollen Überblick über ihr Schaffen. Gezeigt werden Arbeiten aus den Zyklen Umwelt und Lebenslinien sowie aktuelle Werke aus dem Bereich Upcycling. Großformatige Porträts, kraftvolle Streetart-Elemente und Arbeiten auf recycelten Materialien thematisieren Umwelt, Menschlichkeit, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung. Die Ausstellung zeigt, wie die Verwendung von Streetart-Techniken, etwa das Arbeiten mit Schablonen, sogenannte Stencils, der Künstlergruppe neue Ausdrucksformen eröffnet hat.
Daten sind Informationen, die uns helfen, die Welt besser zu verstehen. Wir begegnen ihnen überall: in der Schule zum Beispiel bei Noten, im Supermarkt beim Preis an der Kasse oder beim Sport, wenn gezählt wird, wie viele Tore in einem Fußballspiel gefallen sind.
Die Evangelische Hochschule Nürnberg und das Alumni-Netzwerk der Evangelischen Hochschule Nürnberg e. V. laden alle Ehemaligen herzlich zum Alumni-Fest ein, am Freitag, 24. April 2026, ab 16.30 Uhr an der Hochschule. Neben viel Zeit für Gespräche gibt es ein kleines Programm - siehe bitte pdf am Seitenende und hier (
Die 'Vermessung der Welt´ ist ein Projekt, das seinen prominenten Ausdruck in einem Ausspruch findet, der Galileo Galilei zugeschrieben wird: ªAlles messen, was messbar ist, und messbar machen, was es zunächst nicht ist" – bei dem sich dieser Satz jedoch so nicht findet. Wer die Welt und mit ihr die Menschen zu vermessen versucht, will begreifen und verstehen. Wer misst, schreibt Prozessen für einen diskreten Zeitpunkt Messwerte, Daten, und Informationen zu, schafft Ordnung durch Unterscheidungen. Es sind Differenzen, die Vergleiche ermöglichen und so Wertsetzungen zulassen. Technisches Messen und menschliches Werten lassen sich wohl unterscheiden, in der Praxis liegen sie zumeist nahe beieinander – gerade im modernen Gesundheitswesen. Dass die verfügbaren Sensoren (EKG, EEG, EMG, Röntgen, CT, Ultraschall, MRT, Mikroskop, Endoskop, …) nun noch einmal gesteigert durch KI in vielfacher Hinsicht präziser sind als die menschlichen Sinne, erklärt ihre fortschreitende Verbreitung und unsere menschliche Angewiesenheit auf sie. Dass die menschlichen Sinne anderes und anders wahrnehmen, fordert zu einer Klärung heraus. Die zehnte Fachtagung Technik・Ethik・Gesundheit widmet sich diesem Thema in gewohnt inter- und transdisziplinärer Weise. Forschende und Nutzende, Theoretiker wie Praktiker sind eingeladen, gemeinsam weiter zu denken und an der Gestaltung sinnenfreudiger und sensorisch vielschichtiger Mensch-Technik-Verhältnisse mitzuwirken. 
