Aktuelle Projekte
Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik
aktuelle Forschungsprojekte
»RuhrBots - Bürgernahe soziale Roboter in den Stadtverwaltungen der Metropolregion Ruhr«
Das Forschungsprojekt RuhsBotS, Bürgernahe und nutzendengerechte soziale Roboter in den Stadtverwaltungen der Metropole Ruhr befasst sich mit dem Einsatz von sozialen Robotern in kommunalen Verwaltungen wie Bibliotheken und Stadtverwaltungen etc. mit dem Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit die Diversität. Soziale Roboter sollen so gestaltet werden, dass die Bürgerinnen und Bürger sowie auch das Personal sie gerne nutzen.
Mit dem Teilprojekt EiRuBo, Ethik in RuhrBotS, begleitet die EVHN innerhalb des Verbundprojekts die Gestaltung und Einführung dieses Technologie hin zu einer menschengerechten Digitalisierung aus der ethischen und anthropologischen Perspektive. In interdisziplinärer Zusammenarbeit werden im kontinuierlicher Prozess beobachtbarer Bilder und Modelle der Mensch-Roboter-Relation aufgearbeitet. Feldstudien und MEESTAR-Workshops (ein Modell zur Evaluation ethischer Aspekte, entwickelt von Prof. Arne Manzeschke) dienen zur Entwicklung und Konsolidierung gemeinsamer Ergebnisse mit Blick auf eine gelingende Mensch-Roboter-Interaktion. Durch Analyse und Aufbereitung der konkreten Anwendungsszenarien werden die Charakteristika von robotischen Systemen, Erscheinungsbild, Verhalten, Persönlichkeit, Normen und der Ethik verknüpft und im Sinne einer holistischen Gestaltung sozialer Roboter durch Wissenschaftstransfer aus den wissenschaftlichen theoretischen Domänen in das Feld der Anwender integriert.
Die Forschenden der EVHN sind im Projekt Teil eines Forschungsverbunds, bestehend aus Hochschule Ruhr West (HRW), Hochschule Niederrhein, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, Evangelische Hochschule Nürnberg und Fraunhofer-inHaus-Zentrum für die Arbeit mit Stadtverwaltungen und Bürger:innen.
Projektleitung: Prof. Dr. Arne Manzeschke, Mitarbeit: Rita Zöllner M.Sc.
Projektlaufzeit: Oktober 2022 bis September 2025
Projektförderung: BMBF
Homepage: https://ruhrbots.de/
REGINA – Robotische Systeme für Medizin und Pflege
REGINA – Robotische Systeme für Medizin und Pflege
Wie können uns Roboter entlasten?
Digitale Technologien und robotische Systeme halten zunehmend Einzug in Pflege, Medizin und Alltag. Ob sie den Menschen wirklich helfen, hängt jedoch nicht allein von ihrer technischen Leistungsfähigkeit ab. Hier setzt das REGINA-Projekt an (Laufzeit 10/25 bis 03/29). Es ist ein interdisziplinäres Begleitvorhaben des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das die Implementierung von Robotik im Gesundheitswesen unterstützt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mensch und Roboter so zusammenarbeiten können, dass Roboter sinnvoll unterstützen, ohne neue Belastungen zu erzeugen. Hierfür bringt REGINA verschiedene Perspektiven und Projektpartner zusammen: Technik, Ethik, Gesundheitswissenschaften und Psychologie arbeiten als Konsortium im Modus der ‚Integrierten Forschung‘ eng verzahnt zusammen. So wird gewährleistet, dass technische Innovationen von Anfang an auch anthropologische, soziale und ethische Aspekte berücksichtigen.
Ein besonderes Augenmerk gilt den unausgesprochenen Annahmen über den Menschen und Maschinen, die in technischen Systemen stecken: Welche Aufgaben und Rollen sollen sie jeweils übernehmen? Wie verändern sie Kommunikation, Zusammenarbeit und Beziehungen? Und wie lassen sich diese Veränderungen sinnvoll messen und bewerten? Solche Fragen sind entscheidend dafür, ob neue Technologien in der Praxis akzeptiert und genutzt werden. Auf dieser Basis entwickeln die Projektbeteiligten das Modell ADMIRE weiter, das technische Perspektiven mit Erkenntnissen aus der Anthropologie verbindet. In Kombination mit dem etablierten ethischen Evaluationsinstrument MEESTAR soll es helfen zu verstehen, wie Technik und die Beziehung zwischen Mensch und Technik gestaltet sein müssen, um Menschen optimal zu unterstützen.
Projektverantwortlich: Prof. Dr. Arne Manzeschke, wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Galia Assadi